Es gibt einen Vorteil, der sich nicht kaufen lässt: selbst Nutzer sein.
Wenn ich nach dem Training nach Hause fahre und über Sidelinq nachdenke, tue ich das nicht als Produktmanager, der sich in seinen Nutzer hineinzuversetzen versucht. Ich tue es als Trainer, dem gerade aufgefallen ist, dass ein bestimmter Schritt in der App zwei Klicks zu viel braucht. Oder dass eine Information fehlt, die ich selbst gebraucht hätte.
Diesen Vorteil versuche ich bewusst zu nutzen.
Was „Build in Public" für ein Sport-Tool bedeutet
Die Idee hinter „Build in Public" ist simpel: Entwickle offen, teile den Prozess, hol Feedback früh ein. Für eine Sport-App heißt das konkret: Zeig die App echten Trainern, hör zu, bau nach.
Das klingt selbstverständlich. In der Praxis ist es eine Disziplin. Denn als Entwickler neigt man dazu, sich in technische Eleganz zu verlieben – Features zu bauen, die interessant sind, statt solche, die nötig sind.
Die Seitenlinie korrigiert das. Schnell.
Ein konkretes Beispiel
Vor ein paar Monaten hatte Sidelinq eine Funktion, mit der man Trainingsziele für eine Einheit hinterlegen konnte. Ich fand die Idee gut. Pädagogisch sinnvoll, strukturiert, modern.
Kein einziger Trainer, dem ich die Funktion zeigte, hat sie benutzt. Einer sagte: „Jörg, ich steh um 17:30 Uhr auf dem Platz und hab zehn Minuten zum Aufwärmen. Ich hab keine Zeit für eine Zieleingabe."
Die Funktion ist weg. Stattdessen: eine schnellere Anwesenheitserfassung.
Technologie im Dienst der Einfachheit
Sidelinq ist mit Next.js und Supabase gebaut – modernen, leistungsstarken Technologien, die schnelle Ladezeiten und sichere Datenhaltung ermöglichen. Das klingt nach einem technischen Detail, ist aber für Trainer relevant: Die App startet sofort, auch auf älteren Smartphones. Keine Ladeanimation, die nervt.
Warum Supabase und DSGVO zusammenpassen
Alle Daten liegen auf europäischen Servern, vollständig DSGVO-konform. Für Vereine, die mit Minderjährigen arbeiten, ist das kein Nice-to-have – das ist Pflicht. Die technische Basis macht das möglich, ohne dass Trainer sich damit beschäftigen müssen.
Feedback als Produktstrategie
Ich habe keinen Product Manager. Ich habe keine Nutzerforschungsabteilung. Was ich habe: direkte Rückmeldungen von echten Trainern, manchmal direkt nach dem Abpfiff am Seitenrand.
Das ist effizienter als jede Fokusgruppe.
Wie du Einfluss nehmen kannst
Sidelinq hat einen direkten Feedback-Kanal. Wer einen Wunsch hat, ein Problem meldet oder eine Idee einreicht – der wird gehört. Nicht von einem Support-Bot, sondern von mir persönlich.
Das ist der Unterschied zwischen Software, die im Labor entstanden ist, und Software, die auf dem Platz bewiesen hat, dass sie funktioniert.
Was als nächstes kommt
Ich arbeite gerade an verbesserten Benachrichtigungen und einer tieferen Kalender-Integration. Beides entstand aus Feedback, das ich in den letzten Wochen gesammelt habe.
Das nächste Feature steht schon bereit – und auch das kam von einem Trainer, nicht von mir.
Hast du eine Idee für Sidelinq? Schreib mir – ich lese jede Nachricht.
