Trainingspause vorbei: So planst du den Neustart richtig
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Trainingspause vorbei: So planst du den Neustart richtig

Jörg Pelka

Nach vier Wochen Sommerpause kommt das erste Training. Ich hatte schon mehrere davon erlebt – als Spieler, als Trainer. Und ich habe festgestellt: Wie dieser Abend verläuft, setzt den Ton für die nächsten Wochen.

Nicht weil das Training selbst so entscheidend wäre. Sondern weil Spieler und Eltern nach einer Pause neu entscheiden, wie sehr sie dabei sind. Bewusst oder unbewusst.

Was eine Pause mit einem Team macht

Vier Wochen ohne gemeinsamen Rhythmus sind mehr als ein Urlaub. Spieler haben andere Interessen entdeckt. Manche haben überlegt, ob sie weitermachen wollen. Die Gruppe hat sich – in Gedanken, manchmal auch real – ein Stück weit aufgelöst.

Das heißt nicht, dass alles schlecht ist. Oft kommt man erholt zurück, mit neuem Hunger auf Fußball. Aber es heißt: Man startet nicht da, wo man aufgehört hat.

Was Trainer vor dem ersten Training erledigen sollten

Kaderstatus klären. Wer macht weiter? Wer hat aufgehört? Gibt es neue Gesichter? Das erste Training sollte nicht der Moment sein, in dem man das herausfindet.

Kontaktdaten aktualisieren. Neue Nummern, neue E-Mails. Was in der letzten Saison aktuell war, ist es vielleicht nicht mehr.

Ersten Termin früh kommunizieren. Wer zwei Wochen vor dem ersten Training weiß, wann es losgeht, kann planen. Wer es drei Tage vorher erfährt, hat vielleicht schon etwas anderes vor.

System-Check. Läuft Sidelinq noch? Sind alle Spieler noch aktiv? Hat das Team noch Zugang? Lieber einmal kurz prüfen als am ersten Abend improvisieren.

Der erste Trainingsabend

Was den Neustart gut macht, ist nicht Perfektion. Es ist Energie. Eine freudige Begrüßung, ein klares Programm, ein Gefühl: Hier wird etwas gemacht. Hier lohnt es sich, dabei zu sein.

Das Organisatorische – wer kommt, wann, wo, wie – sollte bis dahin schon geklärt sein. Nicht weil es so wichtig wäre, sondern damit der Kopf für das Wesentliche frei ist.

Rückmeldungen aus der Pause einbauen

Wer in der Pause gefragt hat – „Was wollt ihr in der nächsten Saison?" –, der kann die Antworten jetzt nutzen. Ein neues Trainingsschwerpunkt, eine andere Spielidee, eine Änderung in der Teamkultur.

Die Pause ist auch ein natürlicher Reflexionszeitpunkt. Wer ihn aktiv nutzt, startet strategischer – nicht nur energetisch.

Wiederholung als Stärke

Der Neustart ist auch eine Erinnerung: Warum macht man das alles? Wegen des Spiels, der Kinder, der Gemeinschaft. Wer diese Antwort klar vor Augen hat, geht mit einer anderen Energie ins erste Training. Und das überträgt sich.


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